EmK Laichingen
Bezirk der
Evangelisch-methodistischen Kirche
in Laichingen
Dienstag, 17. Oktober 2017

Skiausfahrt der EmK-Männer zum Diedamskopf








Jörg, Simon, Joachim, Martin, Matthias und Jürgen folgten dem Aufruf von Erich und Tom zum sportlichen Skifahren am 24.01.2010 - Foto1 Diedamskopf Alpintourismus GmbH - weitere Fotos von Jürgen Högerle


„Sponti-Freizeit“ für junge Familien in unserer „Laichinger Hütte“ vom 30. April bis 2. Mai 2010








Fotos von Helga Högerle und Cornelia Fritzsch

So, da waren wir also: 6 Familien hatten sich aufgemacht, das Wochenende in der Laichinger Hütte zu verbringen. 12 Erwachsene und 17 Kinder wuselten durch die Hütte, bezogen ihr Nachtquartier und rannten mit Taschen von oben nach unten und wieder zurück. Erste Kissenschlachten und die Nutzung des Matratzenlagers als große Weichbodenmatte sorgten dafür, dass die Kinder beschäftigt waren, während das erste Abendessen gekocht wurde. Als dann Essensdüfte durchs Haus zogen, saßen plötzlich alle an den Tischen und Ruhe kehrte ein, nur unterbrochen durch Löffelklappern und die Bitte nach mehr Maultaschen. Der erste Abend verging mit Spülen, Spielen, Lachen, einer Kröte und einem kurzem Impuls zu unserem Thema „Feuer im Herzen – Gemeinschaft stärken“. Wir beschäftigten uns mit Mose, dem Gott im brennenden Dornbusch begegnet und genossen dann die Gemeinschaft miteinander bei einem guten Gläschen und noch besseren Gesprächen.

Am nächsten Tag stand nach dem Impuls, bei dem es um Pfingsten ging, eine Wanderung auf dem Programm, von der wir uns auch trotz des grauen Himmels nicht abhalten ließen. Querfeldein gingen wir zum Hohlen Stein und von dort aus weiter zur Hagsbuchhüle. Danach suchten wir uns aber dann doch quer durch den Wald den schnellsten Weg zurück zu unseren Autos, weil es mittlerweile wie aus Kübeln schüttete. Zurück in der Hütte brannte das Feuer im Grill tatsächlich noch und einige Mutige grillten dort auch ihr Essen, während die anderen es vorzogen, dieses in der Pfanne zu braten. Mittlerweile waren auch noch einige Gäste gekommen, die sich von der Kirche aus aufgemacht hatten, uns in der Hütte zu besuchen. Aufgrund des Wetters blieb es aber ein kurzer Besuch, da die erste Regenpause für den Rückweg genutzt wurde.

Nachmittags wurde das Stationenspiel kurzerhand nach drinnen verlegt und das Eis aus der Schatzkiste schmeckte auch bei Regen. Mit Spielen, Turnen und einem Frischluftschnappen zwischen den Schauern verging der Nachmittag und nach dem Abendessen war es schon wieder Zeit für die Gutenachtgeschichte, da die Kleinsten nun doch erste Ermüdungserscheinungen zeigten und dankbar in ihre Betten lagen. Auch an diesem Abend gab es eine kurze Andacht, diesesmal zum Thema Abendmahl. Danach war wieder gemütliches Zusammensitzen, mit viel Gelächter und neuen An- und Einsichten über Leute, die man zu kennen glaubte.

Am Sonntag besuchten wir den Gottesdienst in unserer Kirche und schlossen nach einem gemeinsamen Spaghettiessen die Freizeit ab.

Was bei mir bleibt ist die Dankbarkeit darüber, dass es trotz des schlechten Wetters eine harmonische Zeit war, Groß und Klein sehr rücksichtsvoll miteinander umgingen und das Erstaunen, dass nie ein Küchendienst eingeteilt, das Essen trotzdem pünktlich auf dem Tisch stand und das Geschirr gespült war. Ich denke sehr gerne an die gesegneten Tage in der Hütte zurück und wünsche mir, dass es mal wieder so eine „Sponti-Freizeit“ gibt.

Bericht von Kristina Wörz


„Die Mäuse von Nazareth“ Weihnachts-Mini-Musical am vierten Advent 2010





Weihnachts-Mini-Musical
Fotos von Helga Högerle und Tom Laux


Ist das Weihnachten…?
Wie unterschiedlich wir Menschen heute Weihnachten erleben und erwarten, wurde uns bereits in dem Anspiel vor dem Musical vor Augen geführt. Ob wir aus Hektik oder Tiefenentspannung, mit Streit, Neid oder Versöhnung zum Kind in der Krippe kommen, hängt von uns selbst ab. Das Stück möchte uns zeigen, wie die Mäuse die gute Nachricht erfahren, begreifen und weitergeben, auch unter Lebensgefahr…

Piepsi ist live dabei: Ein Engel verkündet Maria die Geburt von Jesus. Die kleine Maus und ihre Freunde wollen sofort allen Menschen erzählen, dass der Retter der Welt kommt! Doch die Frauen und der alte Bettler mögen keine Mäuse, Herodes hat keine Zeit und die Kinder verstehen das Piepsen der Mäuse leider nicht…

Teils mit Steinen beworfen und Stöcken geschlagen, treffen sich die Mäuse wieder, um festzustellen: "Traurig, niemand hat zugehört". So reisen die Mäuse selbst nach Bethlehem um den Gottessohn zu begrüßen.

Mit welchen Gefühlen kommen wir zum Weihnachtsgottesdienst – und zum Kind in der Krippe? Lassen wir die Botschaft an uns heran? Wenn diese Frage uns bewegt und wir ernsthaft anfangen, nach Jesus dem Gottessohn zu suchen, dann lässt er sich von uns finden. Er ist uns ganz nah gekommen, um uns die Freiheit zu geben.

Die Kinder beschlossen ihre Weihnachtsfeier mit dem Lied: Wir feiern heute ein Fest! Wir möchten uns gerne bei den Kindern und den Mitarbeitern der Sonntagsschule sowie den Musikern bedanken, die dieses schöne Stück mit viel Begeisterung und wochenlangen intensiven Proben miteinander einstudiert haben. Es hat uns viel Freude gemacht, den Kindern zuzuschauen und mit den Mäusen mitzufiebern.

Helga Högerle


Paulus von Tarsus, ein ADONIA e.V. - Konzert



Das Musical Paulus von Tarsus beschreibt, wie Jesus dem Christenverfolger Paulus begegnet und sein Leben eine total unerwartete Wendung nimmt.
Spannend und dramatisch.

Im Rahmen seiner Deutschlandtournee gastierte der Jugendchor ADONIA auch in Laichingen. Am Samstag, den 10. April fand das Konzert in Laichingen in der Daniel-Schwenkmezger-Halle statt. Der Chor bestand aus etwa 70 Sängerinnen und Sängern im Alter von 12 bis 18 Jahren, mit Band und eigener Tanzgruppe.

Die Vorführung der Jugendlichen wirkte absolut professionell und man spürte ihre Begeisterung, in diesem großen Chor mitzusingenn und sich in den Theater-Rollen, den Solo-Gesängen oder der Tanzgruppe einzubringen.

Diese gemeinsame Woche hat die Gemeinschaft der Teens, aber auch ihr Wissen über Paulus und die damalige Zeit, die Verfolgung der Christen intensiv gefördert. Man hat ihre echte Begeisterung und ihren Glauben an Jesus Christus spüren können.

Wir danken euch für dieses tolle Konzert!

 

Weitere Informationen zu Adonia und dem Musical finden Sie auf der Internetseite von Adonia.


Einsegnung mit dem Thema "Unverwechselbar"


In einer bis zum Rand mit Gottesdienstbesuchern gefüllten Friedenskirche konnten unsere neun „Einsegnungskinder“ einen tollen Gottesdienst zu ihrer Segnung und Entlassung aus dem kirchlichen Unterricht mitgestalten und erleben. In kurzen Rollenspielen und Impulsen wurde uns das Thema „Unverwechselbar“ mit vielen Facetten von den Jugendlichen vor Augen geführt.

Die Profile der Jugendlichen als Schattenbilder – schwarze Umrisse auf buntem Karton waren im Gottesdienstraum aufgehängt. Auf den ersten Blick sind sie sich ähnlich. Aber dennoch unverwechselbar sind darin Mara Berger, Daniel Frank, Sara Heckel, Marius Hörsch, Lena und Vera Reif, Jonas Walter, Gabriel und Lukas Winterstein zu erkennen.
Ebenso unverwechselbar ist durch unseren Ausweis unsere Identität eindeutig feststellbar, jeder ist einmalig auf dieser Welt.
Dann wurde der „Neue“ in der Stadt befragt: Was zeichnet dich aus? Woher kommst du…? - Wie gehen wir damit um, dass jemand anders ist als wir, woanders herkommt und völlig andere Hobbies und Interessen hat? Lassen wir uns von der Vielfalt der Schöpfung bereichern oder wehren wir misstrauisch ab?
Weitere Beispiele wurden aus der Bibel aufgegriffen, z.B. die Gegensätze im Schöpfungsbericht: Tag und Nacht, Meer und Land, Tiere und Menschen – alles ist unverwechselbar anders und eindeutig gut! In der Bibel gibt es noch weitere Beispiele für Einzigartigkeit, wie z.B. Gott selbst / die Ungleichheit von Kain und Abel / die Berichte über den Messias im alten Testament lassen uns erfahren, dass Jesus genau diese Prophezeiungen erfüllt und somit unverwechselbar durch sein Leben und seinen Leidensweg ist!
Was zeichnet uns selbst aus? Ist es unser Besitz, unsere Macht, unsere Leistung? Oder sind nicht vielmehr der Umgang mit anderen Menschen, unsere Beziehungen und Freundschaften, auch unsere Beziehung zu uns selbst und zu Gott kennzeichnend? Wir können selbst bestimmen, wie wir unser Leben gestalten wollen.
Was macht uns darüber hinaus erkennbar und unverwechselbar? Unser Name! Maria von Magdala wurde von dem vermeintlichen Gärtner bei ihrem Namen gerufen. Dadurch erkannte sie Jesus. Lassen wir uns unverwechselbar und eindeutig von Jesus rufen. Oft erkennen wir ihn vorher nicht, und doch ruft er uns bei unserem Namen. Er kennt uns.
Jeder Einzelne der neun wurde von Pastor Wolf-Dieter Kessler gesegnet und bekam seinen Erinnerungsspruch, sowie ein besonderes Wort von einem persönlichen Paten mit auf den Weg. Auch Inge Müller-Alefs hat sich im Namen der Gemeinde wieder etwas Besonderes zur Zahl neun, der Anzahl der Einzusegnenden, ausgedacht. Anders als in der Geschichte mit den zehn Aussätzigen zu lesen ist, sollen möglichst alle neun zu Gott kommen, und ihm Dank bringen, nicht nur einer. Jeder bekam zu seinem Bibelbox-Geschenk einen persönlichen Brief von Gott, um an seine Einladung zu erinnern. Uns als Gemeinde bleibt die Aufgabe, für sie zu Beten und ihren Weg im Glauben zu Begleiten.
Die Jugendlobpreisband, sowie die Instrumentalisten, haben den Gottesdienst wunderbar mit ihren Liedern, passend zum jeweiligen Impuls, bereichert und inspiriert.
Die Jugendlichen bedankten sich auf ihre Weise bei Pastor Wolf-Dieter Kessler für zwei unvergessliche Jahre KU (kirchlichen Unterricht): mit ihren Unterschriften auf einem Fußball!
Über all diesen Gedanken und den vielen Glückwünschen und Geschenken wollen wir alle nicht vergessen, den Dank an Gott als den Schöpfer zu geben, der uns so wunderbar vielfältig erschaffen hat und jeden einzelnen bei seinem Namen ruft! Wir wünschen den nun eingesegneten Jugendlichen, dass sie dieses Rufen von Gott für sich persönlich erfahren und sich für ein Leben mit Gott entscheiden können!

Bericht von Helga Högerle


Schulanfangsgottesdienst



Schulanfangsgottesdienst
Foto von Helga Högerle

Sonntag 12.09.2010 – die Schulferien sind zu Ende. Ein neues Schuljahr beginnt – mit einem neuen Heft: leere, saubere Seiten, die gefüllt werden. Keine Schmierereien, leserlich schreiben, und was man sich sonst so für das neue Schuljahr vornimmt.

Dietmar Frank hat mit seinen Erinnerungen an die neuen Schulhefte und die Vorsätze die man dafür hat, genau ins Schwarze getroffen. Am Schulbeginn ist man noch voll motiviert und bei der Sache, alles ist toll, man trifft die Freunde wieder. Aber spätestens auf Seite 3 streicht man wieder durch, es gibt wieder die Schmierereien am Seitenrand und ebenso die Streitereien mit den Klassenkameraden und die Eltern machen eh alles falsch.

Wie oft geht es uns im täglichen Leben gleich? Wir bitten Gott und unsere Mitmenschen um Vergebung und denken, wir haben es hinter uns gelassen, aber auf Seite 3 wiederholt sich alles und wir fühlen uns als Versager. Aber wie gut, dass wir einen Gott haben, der uns immer wieder eine Chance gibt, der uns jeden Tag neu beginnen lässt – jeden Tag ein neues, leeres Blatt. Seine Liebe schenkt er uns dazu – sie kann uns verändern.

Damit wir uns im neuen Schuljahr auch gut daran erinnern können, bekam jeder Gottesdienstbesucher ein leeres Heft geschenkt. Darin können wir notieren, was wir verändern möchten, aber auch, was sich verändert hat.
Ausserdem durften sich alle Schüler, Umschüler, Schulwechsler und natürlich auch Lehrer eine Süßigkeit für den neuen Anfang mitnehmen. Besonders im Mittelpunkt standen natürlich die Schulanfänger Nadja Wagner und Hanna Wörz. Sie wird ein netter Schlüsselanhänger an den besonderen Gottesdienst erinnern.

Helga Högerle


Infoabend mit Reinhold Frasch vom 24.07.2010



Foto von Wolf-Dieter Keßler

Gemeindegründung in Europa. Ein Erfahrungsbericht

Kirche ist lebendig. Nach wie vor gibt es Gemeindegründungen. Auch in Europa. Prediger Reinhold Frasch, Liebenzell, hat über 10 Jahre mehrere Gemeindegründungsprojekte in Spanien geleitet. Seit einem Jahr ist er zuständig für die Begleitung und Schulung von Mitarbeitern in der Gemeindegründungsarbeit und Gemeindeaufbauarbeit der Liebenzeller Mission in Nord- und Mitteleuropa. Reinhold Frasch, von Haus aus Methodist aus Machtolsheim, kam zu einem Informationsabend nach Laichingen um über seine Erfahrungen und Einsichten aus seiner Arbeit im Raum der evangelischen Freikirchen zu berichten.

Mit einigen Bildern informierte uns Reinhold Frasch an diesem Abend zunächst über seinen Gemeindeaufbau in Spanien.

Hier einige Stichpunkte zum Thema Gemeindeaufbau:

-    Aufbau/Wachstum bedeutet auch Unruhe
-    Es ist wichtig zu wissen, wie die Menschen leben.
     Was ist bei mir anders als bei diesen Menschen dort? Was ist mein Glaube?
-    Merken die Leute, was meinen Glauben ausmacht?
-    Was möchte Gott von uns an diesem Ort?
-    Wir müssen uns aufs Wesentliche konzentrieren. Wir können nicht alles
     machen.
-    Kontakte knüpfen
-    Wen können wir erreichen?


Dazugehören - Verhalten - Glauben.

Zunächst fühlen sich die Angesprochenen „dazugehörig“, danach ändern sie ihr „Verhalten“ und kommen dadurch zum „Glauben“.

Wo wir bereit sind, uns einzusetzen, da wächst etwas.

Die wichtigste Schaltzentrale ist jedoch das Gebet.


Am nächsten Tag, Sonntag, hielt Reinhold Frasch eine Predigt über 2. Mose 33, ab Vers 12 „Weitere Verhandlungen Moses mit Gott über die fernere göttliche Leitung des Volkes“ und „Gott verspricht Mose das Schauen seiner Herrlichkeit als Gnadenbeweis“:

Nachdem das Volk Israel das goldene Kalb anbetete, zog Gott sich zurück. Mose bittet um Vergebung und hat 3 Wünsche an Gott.

1.)     Lass mich Deine Pläne erkennen (mit Gott verhandeln). Ich muss wissen, was kommt. Ich will Dich/Gott verstehen wollen. Gott geht darauf ein, zwar nicht sofort, aber doch.

2.)     Woran soll man Gott erkennen? Mose will, dass Gott mitgeht. Engel allein reichen nicht. Was sonst unterscheidet die Gemeinde von anderen Völkern der Erde? Wie wird Gottes Begleitung sichtbar?

3.)     Mose bittet, Lass mich Dich in Deiner Herrlichkeit sehen. Sehnsucht ist da und Gott reagiert, ganz individuell.

Drei Wünsche nach dem Herzen Gottes. Gott hat die Antwort und Gottes Geist zeigt sie.

Inge Müller-Alefs


Traummelodien bei den Methodisten

Unter dem verlockenden Titel „Traummelodien aus Klassik, Gospel, Folk & Pop – eine klingende Zeitreise von Bach bis Gospel“ fand am Samstag, den 14.August in der Evangelisch-methodistischen Kirche ein Konzert der beiden Multiinstrumentalisten Vanessa Feilen und Andreas Schuss statt. In der vollbesetzten Friedenskirche erzählte Andreas Schuss nach Art der fahrenden Sänger im Plauderton die Geschichte von Nikolaus Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf und Pottendorf (* 26. Mai 1700 in Dresden; † 9. Mai 1760 in Herrnhut), dessen 250. Todesjahr 2010 begangen wird. So erfuhren die Zuhörer, wie der studierte Jurist auf seinem Gut Berthelsdorf zunächst mährische Glaubensflüchtlinge aufnahm, um später gemeinsam mit ihnen Herrnhut unterhalb des Hutberges zu gründen. Sie erhielten überraschende Einblicke in das Eheleben der Zinzendorfs, in die frommen Abwege des Sohnes Renatus, der die „Kreuzfischlein“ erfand und entdeckten neu die Beziehungen zwischen Zinzendorf und den Brüdern Wesley. Zuletzt ließ es Schuss nicht am Gegenwartsbezug von Zinzendorf fehlen: Bis heute kommt das Losungsheft, die durch Losverfahren ermittelte Bibelverse als Leitgedanken für jeden Tag in der nun mehr 279. Auflage aus Herrnhut; und Zinzendorf war der erste, der die Fußball-Länderspiele erfand. Gekonnt garnierten die beiden Musiker die Erzählung mit Melodien und Gesängen der unterschiedlichsten Stilrichtungen, wobei sie souverän das mitgebrachte Arsenal an Blas-, Zupf- und Streichinstrumenten nutzten; dabei verstanden sie es, die Zuhörer mit Rhythmen und Liedern abzuholen und zum Mitmachen anzuregen. Ein rundum gelungener und bereichernder Abend, der noch lange nachklingen wird.

Wolf-Dieter Keßler


Verständlich vom Glauben reden




Quelle: radio m

Am Freitag, 16. April 2010, war Matthias Walter, Leiter von radio m, bei uns zu Gast, um den Workshop "Verständlich vom Glauben reden" bei uns zu halten.

Um verständlich vom Glauben zu reden, müssen wir uns erst fragen, was eigentlich unsere Gesellschaft auszeichnet? Durch Hilfsmittel wie den "Religionsmonitor" kann man herausfinden, dass nur etwa ein Drittel der Menschen sich überhaupt nicht für religiöse Fragen interessiert. D.h. die anderen zwei Drittel sind entweder auf der Suche (sie spüren eine bestimmte Sehnsucht nach Ewigkeit, über die sie auch gerne ins Gespräch kommen) bzw. sie sind bereits Anhänger einer Religion.

Eine weitere Frage war: Wie sehr leiden Sie darunter, nicht chinesisch sprechen zu können? Übertragen auf den Glauben bedeutet das: die Menschen wissen nicht, was es bedeutet, Christ zu sein, und was man denn da so macht. Es fehlt ihnen doch nichts, wenn sie es nicht sind.

Wir lernten im weiteren Verlauf viel über Kommunikation (vom Glauben reden) und bekamen sehr viele schöne und gute Zitate mit auf den Weg, z.B. "Man kann nicht nicht kommunizieren" von Paul Watzlawick.
Ebenso hilfreich ist die Kenntnis des Kommunikationsquadrats der vier Zungen und vier Ohren von Friedemann Schulz von Thun. Das Fazit hieraus: Sachliche Kommunikation funktioniert nur, wenn die Beziehungsebene stimmt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Wirkungen unserer Aussagen.
Die grösste Wirkung erzielt nicht etwa unsere Wortwahl, sondern unsere Körpersprache und auch der Klang der Stimme. Natürlich ist trotzdem die Kenntnis der sogenannten Lust- bzw. Frustwörter hilfreich.

Eines war Matthias Walter besonders wichtig: wir sind Kinder unserer Zeit, wir sollen deshalb auch "Zeitgenossen" sein! Bescheid wissen, über aktuelle Themen, Trends beobachten.
Wir bekamen einen (oft heiteren) Einblick in die geheimen Inspirationsquellen - wir lernten seinen Nachbarn "Wolfgang" ein wenig kennen; wir wissen jetzt, dass wir öfters mal mit dem Zug fahren sollten, dort kann man unglaubliche Impulse aus interessanten Begegnungen sammeln; und es schadet nicht, gelegentlich die Schlagzeilen der Bild-Zeitung und des Spiegels auf uns wirken zu lassen - da diese in der Lage sind, Trends zu prägen.
Es geht darum, Anknüpfungspunkte zu finden - was treibt die Menschen derzeit um? Wir müssen "hinhören" auf die tieferen Fragen unter der Oberfläche.

Ein weiteres Zitat von Andrea Schwarz lässt uns nachdenken: "Wir brauchen niemandem unsere Rede und Antwort ungefragt hinterher tragen - aber wir sollen so leben, dass man uns fragt".

Vom Glauben reden - es ist schwierig zu erklären, warum man glaubt. Wir möchten für die "Schönheit eines Lebenskonzepts" werben. Das gelingt, wenn wir persönlich und authentisch sind. Dazu passt auch der Vergleich, "Korrespondent Gottes" zu sein. Wir berichten über den GLauben, wie über ein Land, das unser Gegenüber noch nicht kennt.

Um verständlich reden zu können, muss ich mich auskennen - d.h. ich sollte über Wissen aus der Bibel verfügen, treffende und betreffende Geschichten erzählen, von eigenen Erlebnissen berichten, Bilder des Glaubens malen, damit andere sich ein Bild machen können.

Notizen zum Abend von Helga Högerle

Zur Person Matthias Walter:
Jahrgang 1960, arbeitet seit 1999 in der Rundfunkmission. Zuvor Verlagswirtschafts- und Theologiestudium. Dann Pastor in Nürnberg und Stuttgart. Zuletzt als Pastor im Medienwerk der Emk mit dem Aufgabengebiet der Betreuung von Verlagsprodukten. Radioerfahrung seit 1989. Seit Juli 2005 Leiter von Rundfunkmission / Radio M.

Infos zu radio m - inclusive tägliche Andachten - gibt es hier: http://www.radio-m.de


Fruchtbare Gemeinden und was sie auszeichnet



Buchtitel

Schnase: wie geht es weiter?

Mit viel persönlichem Engagement und Aufwand sind wir dabei, das Gemeindeseminar "Fruchtbare Gemeinden und was sie auszeichnet" durchzuführen. Ich danke noch einmal herzlich allen, die sich angemeldet haben, die den Mut haben, sich unbequemen Themen zu stellen, die diskutieren und sich gegebenenfalls mit der eigenen Nachfolge auseinandersetzen um zu fragen, was Jesus von Ihnen will für die Menschen vor Ort. Ich danke allen, die ihre Häuser für Kleingruppen zur Verfügung stellen, sowie allen, die bereit sind, eine Kleingruppe zu leiten.

Bereits jetzt müssen wir uns fragen, wie es weitergeht: wichtige Impulse und Erfahrungen dürfen nicht im Sand verlaufen. Ich stelle mir vor, dass wir aus der Diskussion der Themen des Buches wichtige Anstöße für unsere gemeinsame Arbeit an unserer Gemeinde bekommen, also eine Arbeit,  die auf die Zukunft unserer Gemeinde hin ausgerichtet ist.

Dann hoffe ich, dass einige der neuen Kleingruppen bestehen bleiben. Gemeinsam mit Reinhold Frasch plane ich eine Art von Refreshing von Kleingruppen: wir könnten ein Seminar gebrauchen über Sinn und Ziel von Kleingruppenarbeit, über offene und missionarische Hauskreisarbeit; nicht zuletzt könnten wir eine Hauskreisleiterschulung anbieten. Da ist sicher vieles denkbar.Wichtig ist für mich, dass ihr euch Notizen aus eurer Lektüre von Schnase, aus eurem Nachdenken und Diskutieren macht und diese an mich weiterleitet, damit wir an einigen ausgewählten Punkten in den nächsten Jahren weiterarbeiten können.

Wolf Dieter Keßler

Am 11. April gab es einen Gottesdienst, in dem uns von den Kleingruppen berichtet wurde, was in den einzelnen Hauskreisen an Schwerpunkten herauskam. Diese Ergebnisse wurden mitprotokolliert und werden vom Gemeindevorstand nochmal im Detail analysiert. Es wird beraten, welche Vorschläge für uns als Gemeinde in Frage kommen. Dass viele der Teilnehmer bereits Ziele für sich definiert haben, kam in diesem Gottesdienst auch zum Ausdruck.

Helga Högerle


Waldgottesdienst am 18. Juli in Zainingen





Fotos vom Waldgottesdienst mit Grillen und Chillen von Helga Högerle

Gottesdienst im Grünen. Grillen und chillen: Unser Waldgottesdienst war die ideale Gelegenheit, das Geistliche mit der Gemeinschaft zu verbinden. Zum Thema „An Jesus vorbei geht nichts!? Der Absolutheitsanspruch als Herausforderung“ konnten wir am Grillplatz oberhalb von Röm.-Zainingen eine mitreißende Predigt erleben, die uns "Laichingen mit etwas Abstand aus einer anderen Perspektive" sehen ließ. Wolf-Dieter Keßler betonte, daß wir doch auch "normale" Christen sind, wie in anderen Kirchen auch. Die Bläsergruppe aus der Gemeinde hat die Lieder wunderbar begleitet und für eine gute Atmosphäre gesorgt.

Helga Högerle


Verabschiedung von Superintendent Harald Rückert



Foto von Inge Müller-Alefs

Am Sonntag, den 09. Mai 2010 konnten wir einen ganz besonderen Gottesdienst zur Verabschiedung unseres Superintendenten Harald Rückert feiern. Er hat uns dazu auch die Predigt gehalten.

Anschliessend gab es für alle ein gemeinsames Mittagessen.

Als Abschiedsgeschenk und Andenken an die Laichinger Gemeinde bekam Pastor Rückert einen Regenschirm mit Unterschriften der Gemeindglieder und vielen guten Wünschen überreicht. Dazu hat unsere Gemeindevertreterin Inge Müller-Alefs ein wunderbares Gedicht formuliert, das wir an dieser Stelle veröffentlichen möchten. Die Copyrights liegen bei der Verfasserin.

Gedicht zum Abschied von Superintendent Harald Rückert

Wir feiern heutʻ ein Abschiedsfest,
das sich leider nicht vermeiden lässt,
denn unser Superintendent,
den hier wohl ein jeder kennt,
geht -wieʻs bei den Methoʻs Sitte -
zurück in die Pastoren-Mitte,
und nach der Superintendentur
ist er wieder Pastor nur.
Diese Art von Arbeits-Turnus
ist in unserer Kirche Usus.

Wir haben in den letzten Jahren
ihn als Super-Sup erfahren.
Gepredigt hat er sehr prägnant.
Auch wenn das Thema schon bekannt,
verstand er es, uns mitzugeben,
wie wir als Christ den Alltag leben.
Auch hatte er immer ein offenes Ohr
für die Gemeinde und den Pastor.

Souverän hat er die BK geführt,
das hat sie ihm auch attestiert.
Mit Ruhe und Bescheidenheit
nahm er sich dafür sehr viel Zeit.
Deshalb bieten wir kein „Vergeltʻs Gott“ nur an,
sondern etwas, mit dem man was anfangen kann.
Und sogleich kamen natürlich die Fragen,
womit können wir denn „Danke“ sagen?

Nun, wer wie ich den Superintendent
doch schon etwas näher kennt,
weiß, dass er, wenn die Zeit ihm bleibt,
sie sich mit seinen Hobbys vertreibt.
So singt er freudig zu Gottes Ehrʻ,
mit dieser Stimme fälltʻs nicht schwer.
Und -wir merkten es heutʻ schon -
er liebt so sehr das Saxophon.
Diesem Hobby könnt er frönen
bis zu den aller schrägsten Tönen.

Sportlich ist er auch gut drauf,
vom Joggen bis zum Marathonlauf.
Früher konnte man ihn entdecken,
beim Walken mit so langen Stöcken.
Doch das Herz vom Superintendentʻ
für einen anderen Sport noch brennt.
Er möchte gern noch mehr erleben,
und zu des Himmels Höhen streben.

Einmal so wie ein Adler fliegen,
im Auf- und Abwind leicht sich wiegen,
um sodann aus luftʻgen Höhen,
die Welt von oben anzusehen.
Beim Fallschirm- oder Tandemspringen
kann das durchaus auch gelingen.
So fälltʻs ihm schwer, sich zu entscheiden,
zwischen Saxophon und Paraglyden.

Paraglyden - was ist das?
Macht das wirklich so viel Spaß?
Hält vielleicht der Tandemsprung
unserʻn Intendenten jung?
Kann man in der Freiheit oben
unserʻn Herrgott anders loben?
Aber - seien wir doch einmal ehrlich -
ist dieser Sport nicht sehr gefährlich?
Nur ein wirklich mutiger Mann
sich daran wohl erfreuen kann.

Wir haben uns daher gedacht,
wenn ihm das Fliegen Freude macht,
dass wir, um dies zu überleben,
ihm einen Bibelvers mitgeben.
Psalm 91, Vers 1 + 2,
haben wir deshalb dabei.
„Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des
Allmächtigen bleibt , der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und
meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt,
das Wichtigste im Leben besitzt,
denn an Gottes gutem Segen
ist nun wirklich alles gelegen.

Doch kann es auch in unserem Leben
durchaus noch Situationen geben,
wo es nun mal auch ganz profan
auf einen anderen Schirm kommt an.

Bei Regen, Schnee und Sonnenschein
kann es durchaus ganz nützlich sein,
hat man - wie allgemein bekannt -
einen Regenschirm zur Hand.

Man kann ihn sich auch nutzbar machen
für ganz ausgefallene Sachen.
Z.B. bei so Tandem-Fahrten
würdʻ ohne ihn ich niemals starten.

Solltʻ so ein Flug mal nicht gelingen,
könntʻ er Dich heil zur Erde bringen.
Ein Klick nur mit der rechten Hand
und er ist ruck zuck aufgespannt.

Geht er dann auf, wirst Du entdecken,
dass viele Wünsche in ihm stecken,
die Deinen Flug mögen begleiten
und schützend Dich zur Erde leiten.

Und auf dem Schirm noch Namen stehen,
die derweil zum Himmel flehen,
damit Du nicht verloren gehst,
bis Du sicher auf der Erde stehst.

An allʻ dies haben wir gedacht
und solchen Schirm Dir mitgebracht.
Mit ihm und Gottes gutem Segen
bist Du beschützt auf allen Wegen.

 




Jungscharfest 2010 an der Laichinger Höhle