Unser GemeindepastorWolf-Dieter Keßler ist seit September 2008 Gemeindepastor auf dem Bezirk Laichingen.
So hat er sich uns damals im Gemeindebrief vorgestellt:
Der Neue kommt! Der eine hat schon von ihm gehört, der andere hat ihn schon gesehen; ein Dritter hat schon mit ihm gesprochen; ein weiterer hat ihn schon eingeladen.
Und, wie ist er?
Keine Ahnung. Die von Kandel, Neustadt und Speyer lassen ihn ungern gehen. Ich schlage vor: Laßt uns ein paar Jahre zusammenarbeiten, dann wisst Ihr´s wirklich!
Mein Name ist Wolf-Dieter Keßler. Das wisst Ihr wahrscheinlich schon. Meine Frau ist die Margarethe, und unsere Kinder heißen Annika und Johannes.
Ich selbst bin kein Neuling in der EmK, komme aber ursprünglich aus einem evangelischen Pfarrhaus in der EKHN (Evangelische Kirche Hessen und Nassau). Geboren bin ich 1963 im Pfarrhaus; nach meinem Abitur habe ich Evangelische Theologie in Mainz und Erlangen studiert; weil mir währenddessen aber die evangelischen Freikirchen immer wichtiger wurden, und nachdem meine Frau aus der EmK stammt, habe ich mich für die Evangelisch-methodistische Kirche entschieden. Nach einem Semester an unserem Seminar in Reutlingen habe ich als Pastor auf Probe auf dem Bezirk Rothenbergen gearbeitet. Nach meiner Ordination 1998 habe ich den jetzigen Bezirk Kandel/Neustadt/Speyer übernommen.
Viel wichtiger, als diese Aneinanderreihung von biographischen Fakten ist mir, Euch zu erzählen, was ich eigentlich will. Dafür bin ich ja Pastor.
Nein, ich komme nicht von ganz unten. Ich staune immer über Menschen, die Jesus aus dem Dreck gezogen hat, die eine radikale Lebenswende erlebt haben. Das hat was Begeisterndes. Das prägt auch ihre Theologie und Verkündigung. Nein. Ich komme wie gesagt aus einem Pfarrhaus. Gemeinsame tägliche Andacht, Tischgebet, sonntäglicher Gottesdienst, das Lernen der 10 Gebote und Psalmen zuhause, eine tief gläubige Großmutter mit streng lutherischem Bekenntnis – so bin ich aufgewachsen. Als ich auf einer Konfirmandenfreizeit zum Glauben kam, hatte ich mit dem Gott, dem ich gewohnt war, vorgefertigte Gebete zu schicken, persönlich zu tun. Zuhause wurde das freie Beten eingeführt, über den Glauben wurde offen gesprochen, in der Schule gründete ich mit anderen einen Schülergebetskreis. Ich besuchte Jugendfreizeiten beim Janz-Team – bis ich eines Tages die Berufung hatte, Pfarrer werden zu sollen. Na ja, das lag ja auch nicht so ganz aus meinem Blickfeld. Aber es hat sich bestätigt – bis heute. Auch mit mir hat Jesus seinen Weg gehabt – bis heute. tempora mutantur et nos mutamur in illis – (warum hat man sonst Latein gemacht?!) die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns mit ihnen: Heute kann ich Euch bezeugen – und das ist zugleich das, wofür ich heute unter Euch stehe:
Unser Gott ist ein lebendiger Gott! Wir können ihn erfahren. Wenn wir uns ihm nur öffnen. Zu einem Kind Gottes wiedergeboren zu sein, Jesus Christus in sich zu tragen, mit ihm zu leben und ihn in die Welt hineinzutragen: Das ist etwas Herrliches und eine Tiefe, die auszuloten wir wohl ein ganzes Leben brauchen. Ich jedenfalls.
Ich möchte also reden von dem Gott, der lebt, der gegenwärtig ist, der redet und verändert; von dem Gott, der sich mit jedem eine persönliche Beziehung wünscht; von der Liebe Gottes, die ohne Bedingung ist – einfach so; von der Vergebung, von der wir persönlich leben und die wir leben sollen. Ich möchte Euch die Bibel noch näher bringen, Euch innere Zusammenhänge zeigen und Euch helfen, Eure Beziehung zu Jesus zu festigen.
Wellness steht seit langem hoch im Kurs. Leben mit Gott soll gut tun, Hilfe sein im Alltag. Richtig. Zugleich ist mir der Anspruch Gottes auf unser Leben wichtig: Darf er in Dein Leben hineinreden? Hat er dazu eine Chance? Bist Du bereit, aus der Begegnung mit IHM heraus alte Lieder, alte Muster ad acta zu legen und ein neues Lied anzustimmen, neue Muster zu erlernen?
Ihr merkt, ich bin beim Predigen. Mir macht es halt Spaß. Ich will’s auch leben in den Begegnungen mit Euch. Wir sehen uns. 
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